Das Handbike ist ein Fahrzeug, das man mit dem klassischem Fahrrad oder Liegerad vergleichen kann, welches aber allein durch die Arme angetrieben wird. Es hat ähnliche Pedalen, eine Kette und eine Kettenschaltung. 

 Das Handbike wurde ursprünglich entwickelt für Querschnittsgelähmte , Beinamputierten oder leichtbehinderte Tetraplegiker. Diese Sportart hat sich in den letzten Jahren stark entwickelt, ob als Freizeit- oder Wettkampfsport, so dass mehr und mehr Menschen auch ohne Behinderung grossen Gefallen daran finden.
Auf Rennen wie zum Beispiel Marathons, wo es keine Kategorienunterteilung gibt, können sich alle Athleten miteinander messen. 

Um die Stabilität dieses Sportgerätes zu gewährleisten, besitzen die Handbikes drei Rädern . Angesichts dieser Konstruktion muss der Athlet lernen, richtig die Kurven anzugehen, ohne dass das Rad seitlich wegkippt.

Die Position auf einem Touren-Handbike ist sitzend, während man auf einem Wettkampfs-Handbike auf dem Rücken liegt . Dies ermöglicht eine bessere Aerodynamik. 
Diese liegende Position ist vorteilhaft für die Geschwindigkeit, bringt aber eher ein Nachteil was die Sichtbarkeit betrifft . Die Athleten müssen besonders wachsam sein, weil diese Position flach über dem Boden nicht die beste ist, um die Unregelmäßigkeiten der Straße zu unterscheiden.


 
Für Menschen, die nicht oder nur sehr tief gelähmt sind, gibt es das Kniebike. Dieses Sportgerät gehört auch zur Kategorie der Handbikes. Der grosse Unterschied ist, dass der Sportler im Kniebike seinen ganzen Oberkörper einsetzen kann, um Kraft auf die Handkurbeln auszuüben oder um in den Kurven sein Gewicht zu verlagern. 
 
Das Handbike ist ein Teil der UCI, Union Cycliste Internationale, die ähnlich wie für die herkömmlichen Radfahrer, Vorschriften auferlegt. Die verschiedenen Rennstrecken sind zum Beispiel Marathons (42,195 Km) Straßenrennen (30 bis 70 Km) Zeitfahren  (10 bis 20 Km) und natürlich auch Weltmeisterschaften oder die Paralympischen Spiele.

In den UCI Rennen, sind die Athleten in unterschiedlichen Behinderungsklassen aufgeteilt.

H 1/ 2 Tetraplegiker mit Behinderungen entsprechend einer kompletten Lähmung ab C7/C8 und darüber, eine eingeschränkte Funktionalität der Arme und Hände, Einschränkungen im System der Temperaturregulierung, gestörtes sympathisches Nervensystem oder keine Wirbelsäulenverletzung, aber Restfunktionen wie H1 (Liegebike)

H 3 /4 Paraplegiker mit Behinderungen entsprechend einer kompletten Lähmung von TH1 bis tiefer, eingeschränkte Rumpfstabilität, gestörtes sympathisches Nervensystem oder keine Wirbelsäulenverletzung, aber Restfunktionen wie HC3 /4  (Liegebike)

H5 Bein-Amputation, Paraplegie im untersten Bereich der Wirbelsäule oder alle anderen leichten Behinderungen an den Beinen, die dem Athleten noch die volle Rumpfstabilität lassen (Kniebike)

Um an die Weltspitze zu kommen, müssen die Handbike-Sportler genauso hart trainieren, wie die besten klassischen Radfahrer, was ein grosses Mass an Engagement und persönlicher Disziplin erfordert.